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Checkliste: Ratgeber für den Hausbau

Die Liste soll Ihnen helfen die häufigsten Fehler bei Planung und Bau Ihres Traumhauses zu vermeiden.

Darauf sollten Sie beim Hausbau achten:

Planung

Planen Sie nicht zu groß. Eine realistische Einschätzung der tatsächlich benötigten Fläche spart viel Geld. Durch die Auflistung der einzelnen Räume gelangen Sie zur Wunschgröße Ihres neuen Heimes.

Raumbedarf
Wohnzimmer mit Essplatz  
Wohnzimmer ohne Essplatz  
Esszimmer  
(Wohn-)Küche  
Schlafzimmer
 
Kinderzimmer  
Gästezimmer  
Schrankraum  
Bad mit WC  
Bad ohne WC  
WC  
Arbeitszimmer / Büro  
Vorzimmer / Garderobe  
Stiegenhaus / Gang  
Heizungsraum  
Brennstofflagerraum  
Abstellraum / Vorratsraum  
Hobbyraum / Werkstatt  
Sauna / Fitnessraum  
Garage  
Sonstiges (z.B.: Wintergarten)  

Egal, ob Sie Ihr Bauvorhaben in Bausch und Bogen realisieren oder in einzelnen Etappen. In jedem Fall gilt: Prüfen Sie immer auch Alterniativen (z.B.: bei Energieform und Baumaterialien) und holen Sie für alles auch Vergleichsangebote ein.

Damit Sie Angebote miteinander vergleichen können, achten Sie darauf, dass alle Angebote die gleichen Angaben enthalten:

  • Produkt / Beschreibung
  • Hersteller / Marke
  • Ausführung / Modell
  • Qualitätsanforderungen
  • Zubehör / Extras

  • Preis und Gesamtsumme
  • Angebotspreis inkl. Mwst.?
  • Nachlässe / Mengenrabatte
  • Montagekosten
  • Zahlungszeitpunkt (z.B. bar bei Lieferung, Anzahlung, Rechnung)
  • Skonto (z.B. 14 Tage 2%)

  • Wann und wie kommt das Produkt zu Ihnen?
  • Lieferservice: z.B. Abholung, frei Haus/Baustelle, abgeladen
  • Kosten im Rahmen der Lieferung (z.B. Kranhub, Entsorgung, Frachtkostenpauschale etc. )
  • Gewünschter Liefertermin oder Lieferzeit
  • Lieferort (Baustelle; richtige Adresse)

Bauvertrag

Bauverträge werden mit Generalunternehmern, Bauträgergesellschaften und den Herstellern von Fertighäusern, Bausatzhäusern usw. abgeschlossen.

Bauen Sie individuell mit einem Architekten, ist die vom Architekten veranlasste Ausschreibung der einzelnen Handwerkerleistungen und die Abgabe des Angebots durch den Bauunternehmer oder den einzelnen Handwerker die Rechtsgrundlage.

Grundsätzlich tragen Sie immer ein Risiko. Bevor Sie einen Bauvertrag unterschreiben, sollten sie daher die Kreditwürdigkeit Ihrer Partner prüfen und zumindest eine Bankauskunft einholen. Wünschenswert wäre eine Gewährleistungsbürgschaft einer Bank für den Bauunternehmer, denn dann sichert im Konkursfall die Bürgschaft der Bank Ihre Ansprüche ab.

Hier einige Punkte, die Sie bei der Vertragserstellung beachten sollten:

  • Sind Vorbehalte im Vertrag enthalten?
  • Wie sehen die Rücktrittsmöglichkeiten aus (z.B.: bei unvorhersehbaren Ereignissen)?
  • Sind Leistungen und Materialien klar und eindeutig deklariert?

    Was leistet Ihr Partner konkret? Akzeptieren Sie keine schwammigen Formulierungen und bestehen Sie auf klaren Produkt- und Herstellerangaben.
    Beispiel: Die Angabe "Estrich in allen Räumen" ist ungenügen. Bestehen Sie auf der Angabe der Art des Estrichs und der Hersteller und/oder Lieferfirma. Gewährleistungspflichten können so leichter beansprucht werden.
    Lassen Sie sich nicht auf Formulierungen ein wie "XYZ-Material oder gleichwertig", denn "gleichwertig" ist Auslegungs- und damit potentielle Streitsache.

  • Bestehen Sie auf Festpreise für Bauleistungen, Materialien und ggf. Sonderwünsche in Ihrem Vertrag und Vereinbaren Sie Skonti und Zahlungen nach Baufortschritt!
  • Im Bauvertrag sollte also festgelegt sein, nach welchen Bauabschnitten Teilzahlungen in welcher Höhe fällig sind - z.B.: nach dem Bodenaushub, nach Fertigstellung des Kellers, nach Fertigstellung des Rohbaus usw.

  • Legen Sie Termine genau fest, in jedem Fall für den Baubeginn und die Baufertigstellung. Zögern Sie nicht eine Fertigstellungsgarantie zu verlangen und ev. Vertragsstrafen bei Fristüberschreitung zu vereinbaren.
  • Definieren Sie, wie die Endabnahme zu erfolgen hat!
  • Schäden, die bei der Endabnahme nicht erkannt wurden, können Sie später nur mit erheblichem Aufwand oder gar nicht reklamieren. Der Bauherr sollte also im Vertrag eine förmliche Endabnahme festschreiben und zum Termin der Endabnahme einen Bausachverständigen mitbringen. Regeln Sie im Vertrag auch, dass im Schadensfall Teilbeträge so lange einbehalten werden, bis der Schaden behoben wurde.

    Anmerkung: Absolut Fehlerfreiheit gibt es im Baubereich nicht, weil hier viele Menschen mitarbeiten und Menschen nun einmal Fehler machen (können). Bauunternehmen und Handwerker sind aber fast immer bemüht, den Bauherrn zufrieden zu stellen, denn jeder zufriedene Bauherr ist ein Werbefaktor.


Bau

Versuchen Sie immer, sooft als möglich, selbst auf der Baustelle zu sein, keiner kennt Ihre Wünsche und Vorstellungen so gut wie sie...
Darauf müssen Sie beim Baufortgang achten:

  • Stimmt der Baufortgang mit den Plänen, Leistungsverzeichnissen und Verträgen überein?
  • Werden technischen und behördlichen Vorschreibungen eingehalten?
  • Kontrollieren Sie alle Rechnungen und Lieferungen, sind diese vertragsgemäß?

    Prüfen Sie alle Rechnungen auch auf formale Richtigkeit.

  • Achten Sie ganz besonders auf die räumliche und zeitliche Koordinierung aller Lieferungen und Leistungen!

    Die Arbeiter haben vielleicht einen netten Tag auf Ihrer Baustelle, wenn das benötige Material noch nicht geliefert wurde, Sie aber haben unnötige Kosten, Frust und Ärger.

Protokoll über Ihren Baustellenbesuch, über Baufortschritt und ev. festgestellte Mängel.

Baustellenbesuch am:  
Uhrzeit:  
Woran wird heute gearbeitet?
Stand der Arbeiten:
 
Festegestellte Mängel,
Reaklamationen und
Beanstandungen
Behebungstermin:
 
Gesprochen mit:
über:
 
Zur Beachtung /
Erledigung:
 
Anwesenheit:
Baumeister,
Handwerker(Partieführer, Arbeiter, Lehrling)
 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll Sie lediglich in Ihrer Planung unterstützen. Bitte beachten Sie auch unsere Rechtshinweise.